16.03.15

Volles Haus bei "GospelHaus"

Am 15. März startete das neue Gottesdienstformat "GospelHaus" in der Stuttgarter Friedenskirche, mit dem Gospelchor „Gospel im Osten“ und Prediger Prof. Siegfried Zimmer. Die Songs gingen direkt ins Herz - und in die Beine.

Gospel im Osten [Ludmilla Parsyak Photography]

Schon 15 Minuten vor Beginn sind nur noch wenige Plätze frei in der Friedenskirche. Die Besucherschar ist bunt gemischt. Familien mit kleinen Kindern sind da, Beruftstätige mittleren Alters, Jugendliche, Rentner. Sie verbindet das Interesse an einem neuen, unkonventionellen Gottesdienst.

 

Bislang kennen viele den Chor "Gospel im Osten" von Konzerten. Doch heute ist Mitsingen angesagt. Und üben. Tom Dillenhöfer steigt aufs Dirigentenpodest, es sind noch zehn Minuten, bis die Glocken läuten. Zeit genug, um den ersten Song zu üben: "Ev'ry Praise is to our God". Der Text wird an die Wand projiziert. Die Band legt die musikalische Basis, und Dillenhöfer singt, unterstützt vom Chor, Zeile für Zeile vor. Noten gibt es keine. Der Song geht rein, übers Ohr, und dann - ins Herz, und in die Beine. Still sitzen fällt schwer. Die für GospelHaus eingebaute neue Soundanlage sorgt für perfekten Chor- und Bandklang in der Friedenskirche. Auch an eine moderne Lichttechnik haben die Verantwortlichen gedacht.

 

Tipp: Einen eigenen Höreindruck vom ersten GospelHaus bekommen Sie über diesen Link.

 

18 Uhr. Die Glocken läuten. Und es gibt nur noch Stehplätze, die 700 Sitzplätze der Friedenskirche sind besetzt. Zu GospelHaus sind nicht nur kirchliche Insider eingeladen, sondern auch  Menschen, die bisher wenig Kontakt zur Kirche haben. Der neue Gottesdienst wird ab sofort immer am dritten Sonntag im Monat angeboten.

 

Theologieprofessor Siegfried Zimmer übernimmt die Redebeiträge im GospelHaus. Bekannt wurde er als Prediger in den Ludwigsburger „Nachteulen-Gottesdiensten“. In seiner frei vorgetragenen Predigt redet er davon, dass die Geburtsstunde des biblischen Glaubens mit dem Aufbruch der versklavten Hebräer schlägt.

Stadtdekan Søren Schwesig feiert die GospelHaus-Premiere mit und überbringt die Grüße der Stuttgarter Gesamtkirchengemeinde. „Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist“, zitiert Schwesig Victor Hugo. Er bedankt sich bei den Menschen, die Gospel im Osten auf den Weg gebracht haben: Pfarrer Albrecht Hoch von der Heilandskirche, den Sängerinnen und Sängern und Tom Dillenhöfer. Martin Körner, Vorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion, überbringt die Grüße der Stadt Stuttgart. Er bezeichnet Gospel im Osten als „eines der erfolgreichsten religiös inspirierten Kultur-Gemeinsinnprojekte in Stuttgart“.


GospelHaus wird veranstaltet von Gospel im Osten, gefördert und unterstützt durch die Friedenskirchen- und Heilandskirchengemeinde sowie durch die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Stuttgart.

 

Der nächste Gottesdienst ist am 19. April. Weitere Informationen unter www.gospelhaus-stuttgart.de.